Allgemeine Reisebedingungen des DJH-Landesverbandes Rheinland e.V. für Gruppenreisen am Wochenende

 

1. Veranstalter

Reiseveranstalter der angebotenen Programme ist der DJH-Landesverband Rheinland e. V. („Landesverband“). Die jeweilige Jugendherberge tritt in ihrer Eigenschaft als vom Landesverband bevollmächtigte Vertreterin auf; sie schließt für den Landesverband die Verträge ab. Sämtlicher Schriftverkehr ist daher möglichst mit der Jugendherberge zu führen, die das jeweilige Reiseprogramm durchführt. Die Jugendherberge wird nachfolgend als „Ansprechpartner“ bezeichnet.

2. Teilnahmeberechtigung

Teilnahmeberechtigt sind Mitglieder des Deutschen Jugendherbergswerks e. V. (bzw. eines anderen der IYHF angeschlossenen Verbandes). Die anmeldende Gruppe weist diese Mitgliedschaft dem Ansprechpartner durch Vorlage einer DJH-Gruppenmitgliedskarte nach. Die Mitgliedschaft muss spätestens zum Veranstaltungsbeginn erworben worden sein.

3. Abschluss des Reisevertrages

3.1 Anmeldungen sind direkt an den Ansprechpartner / die Jugendherberge zu richten. Der Anmeldende steht für die Vertragsverpflichtungen aller Teilnehmer, die er anmeldet, wie für die eigene Verpflichtung ein, sofern er eine entsprechende Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat. Die Anmeldung soll wegen der Zimmerbelegung möglichst nach männlichen und weiblichen Personen aufgegliedert sein. Bei Minderjährigen ist die Anmeldung von dem oder den Erziehungsberechtigten zu unterschreiben; die vorherige schriftliche Einwilligung der gesetzlich berechtigten Erziehungsberechtigten ist für jeden minderjährigen Teilnehmer erforderlich, auch wenn dieser über einen anderen Teilnehmer als Anmelder angemeldet wurde. Ebenso ist für jeden minderjährigen Teilnehmer für Notfälle die Benennung einer Kontaktperson im Inland mit deren Telefonnummer und E-Mail-Adresse erforderlich.
3.2 Mit der Anmeldung bietet der Anmeldende dem Reiseveranstalter den Abschluss eines Reisevertrages auf der Grundlage der Reiseausschreibung, der Hinweise zu der betreffenden Gruppenreise im Katalog und dieser Allgemeinen Reisebedingungen verbindlich an. Der Vertrag kommt mit der Annahme der Anmeldung durch den Ansprechpartner für den Landesverband zustande, für den es keiner besonderen Form bedarf. Der Ansprechpartner informiert den Anmelder mit der schriftlichen Anmeldebestätigung / Rechnung über den Vertragsabschluss, der der gesetzlich vorgeschriebene Sicherungsschein beiliegt, durch den sämtliche Kundengelder abgesichert sind und übersendet die förmlichen Belegungsvertragsdokumente.

4. Leistungsbeschreibung

Der Umfang der vertraglich geschuldeten Leistungen ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung des Veranstalters zur betreffenden Reise im Katalog und der individuellen Anmeldebestätigung, die hierauf Bezug nimmt.

5. Bezahlung

5.1 Nach Erhalt der Anmeldebestätigung / Rechnung und des Sicherungsscheins ist eine Anzahlung in Höhe von 10 Prozent auf den Gesamtreisepreis fällig und zu zahlen. Die Anzahlung wird auf den Restpreis angerechnet. Die Restzahlung auf den Gesamtreisepreis ist vier Wochen vor Aufenthaltsbeginn fällig, sofern der Sicherungsschein übergeben ist und wenn feststeht, dass die Reise durchgeführt wird, insbesondere nicht mehr nach Ziffer 9.1 abgesagt werden kann.
5.2 Wird der fällige Reisepreis trotz Mahnung und angemessener Fristsetzung zur Zahlung nicht bezahlt, so ist der Ansprechpartner berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten und den Kunden mit Rücktrittskosten zu belasten, die sich an nachstehender Ziffer 7.2 orientieren.

6. Leistungsänderungen, Rechte des Teilnehmers

6.1 Nach Vertragsschluss notwendig werdende Änderungen wesentlicher Reiseleistungen, die vom Veranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt werden, sind zulässig, soweit die Änderungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen. Der Ansprechpartner ist verpflichtet, den Teilnehmer über wesentliche Leistungsänderungen unverzüglich nach Kenntnis des Änderungsgrundes zu informieren.
6.2 Im Fall der erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung kann der Kunde kostenfrei vom Reisevertrag zurücktreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Der Kunde hat diese Rechte unverzüglich nach Zugang der Erklärung des Ansprechpartners über die Änderung der Reiseleistung diesem gegenüber geltend zu machen.

7. Rücktritt durch den Teilnehmer, Teilnehmerwechsel

7.1 Der Teilnehmer kann jederzeit vor Reisebeginn zurücktreten. Es wird dem Teilnehmer empfohlen, den Rücktritt unter Angabe der Reservierungsnummer und des Namens des Teilnehmers schriftlich zu erklären.
7.2 Tritt der Teilnehmer zurück, so verliert der Veranstalter den Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis, kann jedoch vom Teilnehmer eine angemessene Entschädigung für getroffene Vorkehrungen und seine Aufwendungen verlangen. Die Höhe der Entschädigung bestimmt sich nach dem Reisepreis unter Abzug des Wertes der vom Veranstalter gewöhnlich ersparten Aufwendungen und dessen, was er durch eine gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendung der Leistungen erwerben kann. Der Veranstalter kann diesen Anspruch nach seiner Wahl konkret oder pauschalisiert berechnen. Die für den konkreten Rücktrittszeitpunkt jeweils anzuwendende pauschale Entschädigung ergibt sich aus den Benutzungsbedingungen der jeweiligen Jugendherberge, die dem Kunden vor Vertragsschluss übermittelt werden. Es steht dem Kunden stets frei, nachzuweisen, dass dem Veranstalter ein Schaden überhaupt nicht oder nur in wesentlich niedrigerer Höhe als der Pauschalen der Jugendherberge entstanden ist. Der Veranstalter behält sich vor, in Abweichung dieser Pauschalen eine höhere, konkrete Entschädigung zu fordern und wird in diesem Fall die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen und einer etwaigen, anderweitigen Verwendung der Leistungen konkret beziffern und belegen.
7.3 Der Kunde kann dem Veranstalter bis zum Beginn der Reise eine Ersatzperson nennen, die an seiner Stelle in die Rechte und Pflichten des Reisevertrages eintritt und die er dem Ansprechpartner zuvor anzuzeigen hat. Der Ansprechpartner kann dem Eintritt dieses Dritten widersprechen, wenn dieser den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt oder seiner Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen. Die in den Vertrag eintretende Ersatzperson und der ursprüngliche Anmelder haften gegenüber dem Veranstalter als Gesamtschuldner für den Reisepreis und sämtliche durch den Eintritt der Ersatzperson entstehenden Mehrkosten.

8. Nicht in Anspruch genommene Leistungen

Nimmt der Reisende einzelne Reiseleistungen, die der Ansprechpartner ordnungsgemäß angeboten hat, aus vom Reisenden zu vertretenden Gründen (z. B. Krankheit, vorzeitige Abreise) nicht in Anspruch, so besteht kein Anspruch des Reisenden auf anteilige Rückerstattung.

9. Rücktritt durch Veranstalter, Kündigung durch Ansprechpartner

9.1 Der Veranstalter kann vom Reisevertrag wegen Nichterreichens einer in der Reiseausschreibung festgelegten Mindestteilnehmerzahl (MTZ) zurücktreten, wenn er (a) die MTZ in der Reiseausschreibung beziffert sowie den Zeitpunkt, bis zu welchem seine entsprechende Rücktrittserklärung dem Reisenden vor dem Reisebeginn spätestens zugegangen sein muss, angegeben hat und er (b) in der Reisebestätigung die MTZ und späteste Rücktrittsfrist nochmals deutlich angibt und dort auf die entsprechenden Angaben in der Reiseausschreibung verweist. Ein Rücktritt ist bis spätestens 31 Tage vor dem vereinbarten Aufenthaltsbeginn gegenüber dem Teilnehmer zu erklären. Auf den Reisepreis geleistete Zahlungen werden dem Teilnehmer umgehend erstattet.
9.2 Der Ansprechpartner kann den Reisevertrag für den Veranstalter nach Antritt der Reise kündigen, wenn der Teilnehmer die Durchführung der Reise ungeachtet einer entsprechenden Abmahnung nachhaltig stört oder wenn er sich in solch einem Maße vertragswidrig verhält, dass eine Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zur vereinbarten Beendigung oder zum Ablauf einer Kündigungsfrist mit ihm unzumutbar ist oder sich sonst stark vertragswidrig verhält. Kündigt der Ansprechpartner, so behält er den Anspruch auf den Reisepreis abzgl. des Wertes ersparter Aufwendungen und ggf. erfolgter Erstattungen durch Leistungsträger oder ähnliche Vorteile, die er aus der anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung erlangt. Eventuelle Mehrkosten für die Rückbeförderung trägt der Störer selbst. Allein reisende Minderjährige sind nach erfolgter Kündigung des Reisevertrages unverzüglich in der Jugendherberge von den Erziehungsberechtigten abzuholen.

10. Höhere Gewalt

Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so können sowohl der Veranstalter als auch der Teilnehmer den Vertrag kündigen. Die Rechtsfolgen ergeben sich aus dem Gesetz (§ 651e Abs. 3 S.1 und 2, Abs. 4 S.1 BGB). Danach kann der Veranstalter für die bereits erbrachten oder noch zu erbringenden Reiseleistungen eine angemessene Entschädigung verlangen. Der Veranstalter ist verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu treffen. Etwaige Mehrkosten sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im Übrigen fallen die Mehrkosten dem Teilnehmer zur Last.

11. Obliegenheiten des Reiseteilnehmers, Anzeige von Mängeln, Abhilfe, Fristsetzung vor Kündigung des Reisevertrages durch Teilnehmer

11.1 Der Teilnehmer hat auftretende Mängel unverzüglich gegenüber dem Landesverband oder dem Ansprechpartner bzw. dem eingesetzten Freizeitleiter (genannt „Teamer“) anzuzeigen und dort innerhalb angemessener Frist um Abhilfe zu ersuchen. Der Kunde wird bei Auftreten von Leistungsstörungen im Rahmen der ihm obliegenden Schadensminderungspflicht mitwirken, den Eintritt eines Schadens möglichst zu vermeiden und eventuell eingetretene Schäden gering zu halten. Unterlässt es ein Teilnehmer schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, so tritt eine Minderung des Reisepreises nicht ein. Der Ansprechpartner kann die Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. Der Veranstalter kann in der Weise Abhilfe schaffen, dass er eine gleich- oder höherwertige Ersatzleistung erbringt.
11.2 Wird die Reise infolge eines Mangels erheblich beeinträchtigt und leistet der Ansprechpartner oder Veranstalter innerhalb einer vom Kunden gesetzten, angemessenen Frist keine Abhilfe, so kann der Teilnehmer den Vertrag kündigen, wobei eine schriftliche Erklärung empfohlen wird. Der Bestimmung einer Frist durch den Kunden bedarf es nur dann nicht, wenn die Abhilfe unmöglich ist oder vom Ansprechpartner verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse des Teilnehmers gerechtfertigt wird.
11.3 Der Teilnehmer stellt das pünktliche Erscheinen zum Reisebeginn sicher.

12. Haftungsbeschränkung des Veranstalters

Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist pro Reise und Teilnehmer auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder soweit der Reiseveranstalter für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist. Die deliktische Haftung des Reiseveranstalters für Sachschäden, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ist auf den dreifachen Reisepreis pro Reise und Teilnehmer beschränkt.

13. Ausschluss von Ansprüchen, Anzeigefristen, Verjährung
13.1 Reisevertragliche Gewährleistungsansprüche sind innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise gegenüber dem Ansprechpartner oder dem Reiseveranstalter / Landesverband unter der genannten Adresse geltend zu machen. Nach Ablauf dieser Frist kann der Reisende Ansprüche nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist. Der Tag des Reiseendes wird bei Berechnung der Monatsfrist nicht mitgerechnet, die Frist beginnt mit dem Tag, der dem Tag des vertraglichen Reiseendes folgt. Freizeitleiter und Hausleitungen / Ansprechpartner sind nicht befugt, Mängel oder Ansprüche anzuerkennen. Es wird empfohlen, Ansprüche schriftlich unter der unten genannten Anschrift geltend zu machen.
13.2 Reisevertragliche Ansprüche des Reiseteilnehmers nach §§ 651c bis 651f BGB gegenüber dem Veranstalter verjähren bei Sach- und Vermögensschäden in einem Jahr ab der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise / des Aufenthaltes, soweit ein Schaden des Teilnehmers weder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters, seines gesetzlichen Vertreters oder eines seiner Erfüllungsgehilfen beruht. Schweben zwischen dem Reisenden und dem Veranstalter Verhandlungen über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Reiseteilnehmer oder der Veranstalter die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens 3 Monate nach dem Ende der Hemmung ein. Ansprüche aus unerlaubter Handlung und alle Ansprüche wegen der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit unterliegen der gesetzlichen Verjährungsfrist.

14. Datenschutz, Widerspruchsrecht des Teilnehmers

Die personenbezogenen Daten, die der Teilnehmer dem Veranstalter / Ansprechpartner zur Verfügung stellt, werden elektronisch verarbeitet und genutzt, soweit sie zur Begründung, Durchführung oder Beendigung des Reisevertrages und zur Betreuung des Teilnehmers erforderlich sind. Der Veranstalter und der Ansprechpartner halten bei der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten die Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes ein. Dies gilt für alle Daten (Vor- und Zuname, Anschrift, Wohnort mit / ohne Anschrift, E-Mail-Adresse), die ein Teilnehmer dem Veranstalter überlassen hat. Ist der Teilnehmer mit der über den Vertragszweck hinaus gesetzlich zulässigen Verwendung seiner Daten nicht einverstanden, so hat er das Recht, der Verwendung der Daten zu widersprechen. Der Teilnehmer hat jederzeit die Möglichkeit, seine beim Veranstalter gespeicherten Daten abzurufen, über sie Auskunft zu verlangen, sie zu ändern oder zu löschen. Der Teilnehmer kann der Nutzung oder Verarbeitung seiner Daten für Zwecke der Werbung oder Markt- oder Meinungsforschung unter service@djh.rheinland.de oder der unten stehenden Anschrift jederzeit kostenfrei widersprechen.

15. Sonstiges

Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge. Auf das gesamte Vertrags- und Rechtsverhältnis zwischen dem Veranstalter und dem Teilnehmer findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung. Der Veranstalter kann den Kunden an dessen Wohnsitz verklagen. Soweit der Kunde Kaufmann oder juristische Person des privaten oder des öffentlichen Rechtes oder eine Person ist, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland hat, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz des Veranstalters in Düsseldorf vereinbart.


Reiseveranstalter* ist der
DJH-Landesverband Rheinland e.V.
Düsseldorfer Str. 1a, 40545 Düsseldorf
Tel.: 0211 30 26 30 26; Fax: 0211 30 26 30 27
E-Mail: service@djh-rheinland.de

Ansprechpartner ist die jeweilige Jugendherberge.

Wesentliche Merkmale der Dienstleistung: Reiseveranstaltung
Reiseveranstalter-Haftpflichtversicherung: Union Versicherungsdienst GmbH, 32758 Detmold
Räumlicher Geltungsbereich: Deutschland
Auf den Reisevertrag mit dem Teilnehmer findet deutsches Recht Anwendung.

*zugleich Angaben nach § 2 DL-InfoV